Im Museum wird eine Handstickmaschine der Firma F. Martini & Co, Modell 1865, Baujahr 1905, betrieben. Solche Maschinen standen nicht nur in Fabriken, sondern überall im Lande in vergrösserten Webkellern oder eigens gebauten Sticklokalen.
Vom 1. April bis 1. November jeden Nachmittag Vorführungen von Sticken oder Weben
Im Winter: Vorführungen jeden Sonntag
Film zum Thema: "Leben und Weben" (23 Min.). In deutscher und englischer Sprache als Videokassette erhältlich.
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Die Handstickerei war im Appenzellerland seit Mitte des 18. Jahrhunderts verbreitet. Tausende von Frauen, vor allem in Appenzell Innerrhoden, stickten für die Handelsmetropole St.Gallen.
Nach 1810 nahm die Nachfrage derart zu, dass fieberhaft nach technischen Lösungen zur Vergrösserung der Produktion gesucht wurde. Erst nach der Mitte des Jahrhunderts gelang mit der Handstickmaschine der Durchbruch - an ihr konnte ein geübter Sticker die Arbeit von 20, 30 Stickerinnen erledigen. Es waren vor allem Männer, die als Sticker arbeiteten, während Frau und Kinder zudienende Arbeiten verrichteten. Das Einfädeln der Hunderten von Nadeln war oft Kinderarbeit, die Überwachung der Maschine während der sehr diffizilen Arbeit und das Ausrüsten der Stickereien die Arbeit der Frauen.


